
Dampfmaschinen in Betrieb
Einmal im Monat erwachen die sehr alten, restaurierten Dampfmaschinen im Technischen Museum zum Leben und gehen für die Besucher in Betrieb. Der Dampf dafür wird in einem Dampfkessel im Keller des Museums erzeugt. Sogar die älteste Dampfmaschine Österreichs, die „Mutter aller Motoren“, die Watt’sche Dampfmaschine, ist noch funktionstüchtig. Als Herstellungszeit ist 1825 angegeben. Einzelne Teile deuten aber auf ein höheres Alter mit Baujahr um 1780 hin. James Watt hat im Jahr 1769 als erster ein Patent auf seine Dampfmaschine bekommen. Sein Patent, das erst 1800 auslief, hemmte aber auch die Weiterentwicklung der Dampfmaschinen durch andere. Nach Erlöschen des Patents wurde beispielsweise die Bügeldampfmaschine entwickelt, die sich langfristig jedoch nicht durchsetzen konnte.
Verschiedene Modelle: rüstig aber funktionsfähig
Spannend ist auch ein Blick auf die Tischdampfmaschine vom englischen Konstrukteur und Unternehmer Maudsley. Die Dampfmaschine mit neugotischer Tragkonstruktion des Wiener Hersteller Prick zeigt, dass sich im Design neben rein Funktionalem auch künstlerische und ästhetische Vorstellungen der Zeit niederschlagen.
Auch eine Dampfmaschine, die bis 1977 im Krankenhaus Lainz zum Antrieb eines Kompressors für die Kühlanlage eingesetzt wurde, wird einmal monatlich in Bewegung gesetzt. Die besondere Verbesserung in der Entwicklung der Dampfmaschine zeigt ein Modell, bei dem mittels Umsteuerhebel rasch von Vorwärts- auf Rückwärtslauf umgeschaltet werden kann. Dieser rasche Wechsel ist vor allem für den Antrieb von Lokomotiven und Walzwerken notwendig.
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Sep 10
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