
Guter Junge, gutes Essen
„Bahur-Tov“ bedeutet soviel wie „Guter Junge“. Mit diesen Worten wurde der jüdische Restaurantbesitzer Asher Davidov oft gelobt. Nachdem er sich viel in der Gemeinde engagierte, wurde er gebeten, ein Restaurant für jüdische, asiatische und internationale koschere Speisen zu eröffnen. Dass das bei Jahwe nicht einfach ist, weiß jeder, sich schon mal mit den jüdischen Speisegesetzen befasst hat.
Schalom im Bahur-Tov
Denn keine andere Religion hat derart viele Vorschriften in Sachen Zubereitung und Verzehr von Speisen als das Judentum. Es ist haargenau festgeschrieben, welche Tiere in welcher Zubereitung und Kombination gegessen werden dürfen. Nach diesen Vorschriften werden Lebensmittel in „koscher“ und „treife“ eingeteilt. "Kosher" bedeutet "rein", bzw. "tauglich" für den Genuss. Gläubige Juden würden niemals Milchprodukte gemeinsam mit fleischhaltigen Speisen genießen. Keine leichte Aufgabe für Davidov, sich an die „Kaschrut“ zu halten und trotzdem den Geschmack der Wienerinnen und Wiener zu treffen. Doch der gute Junge gestaltete ein absolut charmantes Restaurant im jüdischen Zentrum Wiens - der Leopoldstadt – das seit vielen Jahren durch seine gepflegte Küche und die reiche Menüauswahl zu einem kulinarischen Treffpunkt geworden ist. Man genießt etwa den Humusteller (um 6,90), Lamm und Hühnerspieße mit Cous-Cous (um 7,90) und abschließend „Warenje“ - dreierlei Sorten hausgemachte georgische Marmelade, die in einer Tasse Tee aufgelöst werden (um 3,20). In diesem Sinne, es gezunterheyt!
Taborstrasse 19
1020 Wien

