
Altwiener Kaffeehaustradition
Starbucks, Coffe Shop und Co gibt es schon an jedem Eck in Wien. Kaffee in Pappbechern schön und gut, aber wo ist die urige Altwiener Stimmung hin? Wer seine Melange mal wieder in einem typischen Kaffeehaus schlürfen will, der schaut am besten ins Café Volkstheater. Das liegt mitten im Herzen der Stadt zwischen Palais Trautson und dem Wiener Justizpalast. Drinnen erwarten einen verlängerte Braune und deftige Schmankerln, wie sie sich schon der Kaiser schmecken ließ.
Kulinarisches Allerlei
Das Café Volkstheater bietet Genießern eine Menge. Der Grundgedanke dabei: die Küche der Kronländer gemixt mit Geschmäckern der Moderne. Neben Espresso, Heferlkaffee und diversen Mehlspeisen, gibt’s auch warme Köstlichkeiten. Wer jetzt an Schnitzel denkt, der irrt. Die richtige österreichische Küche vereint nämlich einen bunten Mix aus Speisen. Die Palette ist groß und reicht von „Pierogi z miesem“ (Teigtascherln mit Fleischfüllung) über „Fiaker Gulasch“ bis hin zum „Cordon bleu mit Bratkartoffeln“. Zurückzuführen ist die kulinarische Vielfalt auf die österreichisch-ungarische Monarchie. Einer Menge ungarischer und böhmischer Leckereien konnten eben selbst die Habsburger nicht widerstehen – zu Recht. Vor allem Naschkatzen kommen mehlspeistechnisch voll auf ihre Kosten. Im Café Volkstheater macht man alle Süßwaren mit der Hand. Heißer Tipp: Allein die „Sissi-Palatschinken“ sind einen Besuch wert!
Tradition seit 1835
Gemütlich war es ja immer schon, das Café Volkstheater. Dass es inzwischen 200 Jahre auf dem Buckel hat, glaubt man kaum. Das ursprüngliche Kapuzinerkloster übergab Franz I. den Mechitaristen. Nach einem Brand der Mechitaristenkirche 1835 und deren Wiederaufbau wurde ein Café eingerichtet. Erst in den 30ern übernahm die Familie Utschig-Utschig die gute Stube und gab ihr den Namen „Café Volkstheater“. Seit 1962 ist Ferdinand Bauer mit Familie Cafetier des Kultur-Kaffeehauses mit Geschichte. Ein weiteres Juwel in Wien, das wir nicht mehr missen möchten!

