
Kultoper mal sexy
„Und der Haifisch, der hat Zähne, und die trägt er im Gesicht. Und Macheath, der hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht.“ Na, dämmert es Ihnen bei dem Satz? Bert Brechts berühmter „Dreigroschenoper“ sollte man zumindest in der Schule mal begegnet sein. Wer das verschlafen hat, kann aufatmen. Regisseur Michael Schottenberg hat den Klassiker neu interpretiert. Sein Konzept: Die Message bleibt, viel nackte Haut kommt dazu. Die sexy Version des Kultstücks gibt’s jetzt im Volkstheater zu sehen.
Gesellschaftskritische Bettelparodie
Der Firmeninhaber Peachum ist Chef der Bettelmafia in Londons Soho. Frei nach dem Motto „Elend als Mittel zum Zweck“ macht er gutes Geld. Doch dann die Schocknachricht: Seine Tochter Polly hat sich verliebt und will heiraten. Ausgerechnet den schlimmsten Ganoven der Stadt – Macheath alias Macki Messer. Peachum versucht, die Heirat zu vereiteln, was ihm nicht gelingt. Die Zeremonie ist nämlich schon im Gange. Auch der Londoner Polizeichef Tiger Brown gibt sich die Ehre. Er und Macheath sind alte Militär-Kollegen und gegen Schmiergeld erweist er sich gerne solidarisch. Als Macki Messer der Galgen droht, fleht Polly ihren Gemahl an zu fliehen. Macheath überlässt Polly seine schmutzigen Geschäfte und sucht das Weite. Später wird er von einer alten Bekannten, der Hure Jenny, verraten und verhaftet. Doch der Gauner Macki Messer hat noch ein letztes Ass im Ärmel …
Die Vorlage für die „Dreigroschenoper“ ist „The Beggar’s Opera“ (1728) von John Gays – eine zeitkritische Opernparodie. Brecht hat das Stück dann neu konzipiert und 1928 zum ersten Mal aufführen lassen. Der Kern der Story: harte Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit. Unzählige Male ist die „Dreigroschenoper“ seither über die Bühne gegangen! Gesellschaftskritik ist eben immer angebracht. Damals wie heute.
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Mai 12
T: +43-1-521 11-0
E: info@volkstheater.at
Beginn: 19:30
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Mai 12
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Beginn: 19:30
Neustiftgasse 1
1070 Wien

