
Von der Maus zum Hollywoodstar
Angefangen hat alles im Mickey Mouse Club. Dass Christina Aguilera, Britney Spears und Justin Timberlake dort angefangen haben, wissen wir … aber Ryan Gosling? Vom Mickey-Mouse-Gehilfen zum ultracoolen Hollywood-Mimen – nicht schlecht. An die große Glocke hängt er das heute freilich nicht mehr. Wen wundert’s? Oscar-Nominierung, Filme mit George Clooney, Freund von Eva Mendes – klingt doch gleich besser. Im Film „Drive“ spielt er seine bis dato coolste Rolle. Und was ist mit Walt Disney? Wie sagt man so schön – aus die Maus.
„Ich mache nicht mit beim Überfall. – Ich fahre.“
Wo Ryan Gosling ist, da ist die Melancholie nicht weit. Das hat auch „Drive“-Regisseur Nicolas Winding Refn so gesehen und hat es sich gleich zunutze gemacht. In „Drive“ paart er große Gefühle mit gefährlichen Stunts – eine Mixtur mit Biss. Kein Wunder, dass er dafür den Regiepreis in Cannes abgeräumt hat.
Der Driver (Ryan Gosling, man erfährt seinen Namen im Film nicht) ist ein ganz normaler Typ. Seine Charakter-Eigenschaften: ruhig, schüchtern, unscheinbar, leicht melancholisch. Sobald er aber hinter einem Lenkrad sitzt, macht dem Driver keiner was vor. Tagsüber arbeitet er in einer Werkstatt und als Stuntfahrer für Hollywood-Movies. Alles reine Routine. Als sich der schüchterne Driver in seine Nachbarin Irene (Carey Mulligan) verliebt, wird ihr Ehemann aus dem Knast entlassen und hat gleich wieder eine Menge Probleme am Hals. Der Mafioso Bernie Rose (Albert Brooks) macht dem introvertierten Stuntfahrer ein schmutziges Angebot: Er soll den Driver bei diversen Überfällen mimen. Einzige Aufgabe dabei: Fahren. Um dem Ehemann von Irene zu helfen, beteiligt sich der Driver an den Gangster-Plänen. Dabei merkt er nicht, dass das Ganze eine Falle ist, und ist bald im Fadenkreuz von Gangster Nino und seinen Kumpanen. Wie der melancholische Driver da wohl rauskommt? Sehen Sie einfach selbst.

