Hundert Jahre Film in Österreich

Über 2 Millionen Fotos, 100.000 Filmtitel, 25.000 Filmprogramme, 10.000 Filmplakate, 30.000 Bücher und eine umfangreiche Gerätesammlung hat das Filmarchiv Austria seit seiner Gründung im Jahr 1929 angehäuft. Mit seinem Leitmotto „to preserve and to show“ werden die filmischen Schmuckstücke der letzten 100 Jahre nicht etwa in staubigen Archiven gehortet, sondern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Filmarchiv versteht sich mit seinen drei Standorten, Augarten, Schloss Laxenburg und Metro Kino, als dynamisches Kompetenzzentrum rund um das bewegte Bild.



Audiovisuelles Zentrum am Augarten

Im alten Wirtschaftsgebäude des Schloss Augarten residiert seit 1997 der Hauptstandort des Filmarchivs. In der umfangreichen Filmbibliothek können einige Sammlungen besichtigt werden, in der Filmothek stehen Videos und DVDs zur Verfügung und in der modern ausgestatteten Studiothek kann Material in Großprojektion angesehen werden. Das ebenfalls am Standort Augarten eingerichtete Filmdokumentationszentrum betreut die größte Foto- und Filmstills-Sammlung Österreichs sowie zahlreiche Spezialsammlungen. Unmittelbar mit dem Studienzentrum verbunden sind die wissenschaftliche und die technische Abteilung des Filmarchivs. Im Filmarchiv-Shop kann man Produkte des hauseigenen Verlags kaufen.

Zentralfilmarchiv Laxenburg

Mit über 70.000 Filmtiteln finden sich im Zentralfilmarchiv Laxenburg zahlreiche Juwelen der nationalen und internationalen Filmgeschichte. Unter ihnen der so genannte „Goldstaub-Bestand“, die bedeutendste Sammlung der Kino-Frühgeschichte, eine Kollektion aus der Monarchiezeit, die Sammlung Köfinger mit Tourismusfilmen aus der Stummfilmzeit und vollständige Wochenschau-Bestände aus den 1930er-Jahren. Die Kultur- und Zeitgeschichte Österreichs im 20. Jahrhundert wird mit diesem Gesamtbestand repräsentativ dokumentiert.

Metro Kino

Das legendäre Wiener Metro Kino gilt als eines der schönsten und traditionsreichsten Lichtspielhäuser der Stadt und ist seit 2002 die Hauptspielstätte des Filmarchivs. Der im 19. Jahrhundert errichtete Theatersaal bildet einen malerischen Rahmen für den anspruchsvollen Filmgenuss. Am Programm stehen monatliche Retrospektiven und Schwerpunkte wie derzeit das „Laurel & Hardy“-Special.

Filmarchiv im Zeitraffer

1929 initiiert Joseph Gregor, Direktor der Theatersammlung der österreichischen Nationalbibliothek ein „Archiv für Filmkunde“.
1945 gründet Viktor Matejka die „Gesellschaft für Filmfreunde Österreichs“ als Zentrum für Filmkulturarbeit.
1955 wird das Österreichische Filmarchiv (ÖFA) offiziell als Verein mit Ludwig Gesek als Geschäftsführer und Joseph Gregor als Direktor konstituiert. Das ÖFA etabliert sich als Sammelstelle für Spiel-, Doku- und Wochenschaufilme samt allen damit verbundenen Materialien.
1963 organisiert das Filmarchiv die erste Viennale-Retrospektive unter dem Titel „Festival der Heiterkeit“ in der Urania.
1970 übernimmt das ÖFA einige Räumlichkeiten im Schloss Laxenburg, gleichzeitig startet der Bau des Filmlagers.
1997 wird das ÖFA unter der neuen Geschäftsführung von Ernst Kieniger in das Filmarchiv Austria umgewandelt. Der Hauptstandort „Audiovisuelles Zentrum Wien-Augarten“ wird die zentrale Sammelstelle für Film in Österreich.
2002 wird das Metro Kino als eigene Spielstätte des Filmarchivs übernommen und die Zeitschrift „Filmarchiv“ gegründet.
2005 feiert man das 50-jährige Jubiläum mit Spezialprogrammen zur Filmgeschichte.

Filmarchiv Austria - Metro Kino
Filmarchiv Austria - Metro Kino
Johannesgasse 4
1010 Wien
www.filmarchiv.at
T: +43-1-512 18 03
F: +43-1-512 18 03-15
E: metrokino@filmarchiv.at


Augartenspitz (Garten des Filmarchiv Austria)
Augartenspitz (Garten des Filmarchiv Austria)
Obere Augartenstraße 1
1020 Wien
www.kinowienochnie.at
T: +43-1-216 13 00
F:
E:



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