„Wer guten Braten macht, hat auch ein gutes Herz“

Eva Longoria hat eines. Matt Damon teilt seins mit Busenfreund Ben Affleck. Justin Timberlake hat gleich drei. Und Robert De Niro hat eine internationale Kette draus gemacht. Schauspielende Restaurantbesitzer gibt es nur in Los Angeles? Stimmt nicht ganz. Robert Hollmann hat's auch getan.



Death by chocolate



Der „Hollmann Salon“ ist wohl einer der apartesten Plätze, um in Wien fein zu speisen. Im barocken Heiligenkreuzerhof wurden mehrere alte Gewölbe mit moderner Architektur ins Hier und Jetzt gebeamt. Dabei ist ein Lokal entstanden, das wie eine private Wohnküche wirkt. „Jeder Gast soll sich fühlen, als ob er bei guten Freunden zu einem gemeinsamen Essen eingeladen wäre“, lautet die Devise des Patrons. Konditor und Koch hat der eigentlich gelernt, bevor er Schauspieler und Hotelier wurde. Gekocht wird moderne und kreative österreichische Küche. Zu Mittag ordert man mehrere kleine Gänge, die man „am Brettl“ serviert bekommt: Salon-Schnitzerl, Hollmanns Suppentopf, Lammbratwürstelspieße, Lachsforellenrollmops. Am Abend werden erlesene Menüs serviert. Radicchiorisotto mit gebratener Taubenbrust und Trüffel (um 17 Euro) etwa, oder das rosa gebratene Reh mit Rotkraut und Maroniknödel (um 24 Euro). Getoppt wird das ganze von einem Dessert namens „Death by chocolate“ (4 Euro). Keine Sorge, der Name ist natürlich nicht Programm.



Biologisch, regional, saisonal



Die Speisen werden frisch und einer bewussten Ernährung entsprechend zubereitet. Hollmann bäckt auch seine Kuchen und sein Brot selbst. „Wir verarbeiten das ganze Tier. Unser Fleisch ist handgeschnitten und wird von uns geklopft.“ Eine Mikrowelle oder gar Fritteuse wird man hier vergeblich suchen. Denn Hollmann macht „heimische Küche auf gehobenem Niveau, zeitgemäß interpretiert.“

Hollmann Salon
Hollmann Salon
Grashofgasse 3
1010 Wien
www.hollmann-salon.at
T: +43-1-961 19 60-40
F: +43-1-961 19 60-44
E: essen@hollmann-salon.at


Hollmann Salon
Alt-Wien trifft Modern Chic: Gut, ein Lokal zu haben, das mit eigenem Konzept auftritt und damit unverwechselbar bleibt. Der Heiligenkreuzer Hof ist schon eine Wiener Idylle für sich, der „Salon“ fügt mit seiner schlichten, doch in allen Details besonderen Einrichtung ein originelles Element hinzu. Die unkonventionelle Haltung ist auch auf der kulinarischen Seite zu spüren, man gibt sich „verantwortungsbewusst und nachhaltig“. Regionale und saisonale Bioprodukte werden zu einer munteren, modernen Wiener Stilistik verarbeitet, die Kombinationen sind abwechslungsreich, nichts ist banal oder einfallslos. Und auch wenn nicht immer alles perfekt stimmig ist, so ist diese Art zu kochen doch sympathisch. Die Weinkarte ist zwar klein, aber dafür erfreulich leistbar.
Auszug aus der Karte:
Rosa gebratene Entenbrustscheiben auf Berglinsen mit Frühlingskarotten und Bärlauchmayonnaise
Gebratenes Zanderfilet auf Bärlauchrisotto mit Roten Rüben und Kümmelschaum
Rosa Beiriedschnitte in Zwiebelsauce mit Erdäpfeln und Blattsalat
Schokosoufflé mit flüssigem Kern auf grünen Pfeffererdbeeren
Besitzer: Robert Hollmann, Philipp Patzel
Punkte: 59
Koch/Köche: Schartner
Bundesland: WIEN
Kreditkarten akzeptiert
mit Gastgarten/Sitzplätze: 20
Sitzplätze: 45
Warme Küche: Mo.–Fr. 12–14.30, 18–21.30, Sa. 10–14.30, 18–21 (Fei. Ru.)



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