
Humor im Doppelpack
Was wäre Bud Spencer ohne Terence Hill, Erkan ohne Stefan, Laurel ohne Hardy, Loriot ohne seine Evelyn, Stermann ohne Grissemann oder Tom ohne Jerry? Richtig: Nur halb so lustig. Doppelt hält eben besser, so das Credo der legendären Komikerduos. In Österreich hat das Slapstick-Paar Cocl & Seff den Grundstein für infernale Lachsalven in zweifacher Ausführung gelegt.
Cocl & Seff: Pioniere des Slapstick
Rudolf Walter (Cocl) und Josef Holub (Seff) traten ab 1913 in zahlreichen Stummfilmen als Slapstick-Paar auf. Das Kernelement, ein Dicker und ein Dünner, die mit mangelnder Intelligenz und Alltagsunfähigkeit für Chaos sorgen, fand sich später bei Laurel & Hardy wieder. Kurios ist, dass das österreichische Leinwandpaar international als amerikanische Produktion präsentiert wurde.
Der Film „Seff kostet 24,50 Dollar“ aus dem Jahr 1920 ist ein gutes Beispiel für das Erfolgsrezept. Die stumme Komödie setzt auf die groteske Wirkung der Charaktere, die mit ihren runden Brillen und den einprägsamen Grimassen eigentlich nicht viel tun müssen, als zu scheitern, um für Gelächter im Publikum zu sorgen. Das Filmarchiv Austria wurde in seiner weltweiten Suche nach erhaltenen Filmdokumenten fündig, restaurierte sie und veröffentlichte elf davon im Jahr 2010 im Rahmen einer Buch- und DVD-Edition „Cocl & Seff – Die österreichischen Serienkomiker der Stummfilmzeit“.

